{"id":19795,"date":"2020-10-14T08:38:21","date_gmt":"2020-10-14T07:38:21","guid":{"rendered":"https:\/\/greiner-energie.de\/opec-im-zugzwang\/"},"modified":"2020-10-14T08:38:21","modified_gmt":"2020-10-14T07:38:21","slug":"opec-im-zugzwang","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/greiner-energie.de\/wp\/opec-im-zugzwang\/","title":{"rendered":"OPEC im Zugzwang"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" width=\"1920\" height=\"1275\" src=\"https:\/\/greiner-energie.de\/wp-content\/uploads\/&#xD6;ltanker-Sonnenaufgang-2.jpg\" class=\"webfeedsFeaturedVisual wp-post-image\" alt=\"\" style=\"margin-bottom: 5px;clear:both;max-width: 100%\" \/><\/p>\n<p>Die Organisation erd\u00f6lexportierender L\u00e4nder (OPEC) hat gestern ihren monatlichen Bericht zur globalen \u00d6lmarktentwicklung ver\u00f6ffentlicht. Die \u00d6lb\u00f6rsen gerieten damit unter Druck, denn die OPEC hat zum wiederholten Male ihre Prognosen zur weltweiten Nachfrageerholung nach unten korrigiert. Gleichzeitig zeigt das Datenwerk aber auch, dass die globale \u00d6lproduktion \u2013 zumindest aus L\u00e4ndern, die nicht zur OPEC geh\u00f6ren \u2013 steigen wird. Zu viel \u00d6l, f\u00fcr das es zu wenig Abnehmer gibt, lastet auf den Roh\u00f6lpreisen.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>OPEC muss Entscheidungen treffen<\/strong><br \/>\nDer aktuelle Monatsbericht war dieses Mal von besonderer Bedeutung, denn die OPEC schl\u00fcsselt darin \u00fcblicherweise auch auf, wieviel \u00d6l aus den einzelnen Mitgliedsstaaten f\u00fcr den betrachteten Monat gekommen ist. Da die Organisation und ihre Partnerstaaten (OPEC+) sich seit dem Sommer starke Produktionsk\u00fcrzungen auferlegt haben, um die Folgen der Corona-Pandemie f\u00fcr die \u00d6lpreise aufzufangen, l\u00e4sst sich hier oft erkennen, welche L\u00e4nder sich an die F\u00f6rderquoten halten und welche nicht.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>In den vergangenen Monaten hatten einige Mitgliedsstaaten deutlich mehr \u00d6l gef\u00f6rdert als erlaubt, darunter etwa der Irak, Nigeria und auch die Vereinigten Arabischen Emirate. Auf steigenden Druck der f\u00fchrenden Staaten Saudi-Arabien und\u00a0Russland stimmten die \u201eQuotenbrecher\u201c nicht nur zu, sich von nun an an die K\u00fcrzungen zu halten, sondern auch die bisher \u00fcberproduzierte Menge zu kompensieren.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Aus dem aktuellen Monatsbericht geht nun hervor, dass die Vereinigten Arabischen Emirate sich offenbar an diese Vorgaben gehalten haben und im September t\u00e4glich 0,24 Mio. Barrel (\u00e0 159 Liter) weniger gef\u00f6rdert haben als im August. Anders jedoch bei Nigeria, die ihre F\u00f6rderung nur um magere 0,01 Mio. Barrel t\u00e4glich reduziert haben. Der Irak hat seine Produktion sogar um 0,05 Mio. Barrel am Tag gesteigert.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Eigentlich plant die OPEC+, die bisherigen F\u00f6rderk\u00fcrzungen ab Januar 2021 zu senken. Die K\u00fcrzungen w\u00fcrden dann statt bei 7,7 Mio. Barrel nur noch bei 5,7 Mio. Barrel liegen und die Mitgliedsstaaten k\u00f6nnten insgesamt wieder 2 Mio. Barrel am Tag mehr produzieren. Doch Marktbeobachter rechnen inzwischen damit, dass die Organisation und ihre Partner die aktuellen K\u00fcrzungen erst einmal beibehalten k\u00f6nnten, da sich der \u00d6lmarkt noch nicht so stark erholt hat, dass er noch mehr Ware verkraften k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>Ausblick<\/strong><br \/>\nVerbraucher im Bundesgebiet k\u00f6nnen heute f\u00fcr Heiz\u00f6l mit leichten Preisnachl\u00e4ssen rechnen. 100 Liter kosten durchschnittlich etwa\u00a0-0,20 bis \u00b10,00 Euro weniger als gestern Vormittag.<\/p>\n<p>&#013;<br \/>\nSource: Futures-Services<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Organisation erd\u00f6lexportierender L\u00e4nder (OPEC) hat gestern ihren monatlichen Bericht zur globalen \u00d6lmarktentwicklung ver\u00f6ffentlicht. Die \u00d6lb\u00f6rsen gerieten damit unter Druck, denn die OPEC hat zum wiederholten Male ihre Prognosen zur weltweiten Nachfrageerholung nach unten korrigiert. 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