{"id":22635,"date":"2023-10-06T07:15:25","date_gmt":"2023-10-06T06:15:25","guid":{"rendered":"https:\/\/greiner-energie.de\/preisrutsch-beim-rohoel-setzt-sich-fort-heizoelpreise-weiter-im-rueckwaertsgang\/"},"modified":"2023-10-06T07:15:25","modified_gmt":"2023-10-06T06:15:25","slug":"preisrutsch-beim-rohoel-setzt-sich-fort-heizoelpreise-weiter-im-rueckwaertsgang","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/greiner-energie.de\/wp\/preisrutsch-beim-rohoel-setzt-sich-fort-heizoelpreise-weiter-im-rueckwaertsgang\/","title":{"rendered":"Preisrutsch beim Roh\u00f6l setzt sich fort \u2013 Heiz\u00f6lpreise weiter im R\u00fcckw\u00e4rtsgang"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" width=\"1773\" height=\"1182\" src=\"https:\/\/greiner-energie.de\/wp-content\/uploads\/Oelpreis_Spielsteine-20.jpg\" class=\"webfeedsFeaturedVisual wp-post-image\" alt=\"\" style=\"margin-bottom: 5px;clear:both;max-width: 100%\" \/><\/p>\n<p>Die Roh\u00f6lpreise haben die Talfahrt der letzten Tage fortgesetzt. Sie fielen am Donnerstag um etwa 2 Prozent und weiteten damit die Verluste der vorangegangenen Sitzung aus. Die weltweite Referenz-Roh\u00f6lsorte Brent gab damit in weniger als zehn Tagen um etwa 10 Dollar pro Barrel nach, nachdem sie sich Ende September der 100-Dollar-Marke gen\u00e4hert hatte.<\/p>\n<p><strong>Mehr \u00d6l in US-Depots als erwartet<\/strong><br \/>\nNachdem die \u00d6lnotierungen bereits zu Beginn der Woche aufgrund von Gewinnmitnahmen und Konjunktursorgen nach unten tendiert hatten, l\u00f6ste der am Mittwoch ver\u00f6ffentlichte Lagerbestandsbericht der U.S. Energy Information Administration (EIA) einen massiven Preisr\u00fcckgang bei den beiden wichtigsten \u00d6lsorten West Texas Intermediate (WTI) und Brent aus. \u00a0Vor allem die Bef\u00fcrchtung, dass eine Verlangsamung des globalen Wachstums den \u00d6lverbrauch beeintr\u00e4chtigen k\u00f6nnte, lastet seitdem auf den \u00d6lm\u00e4rkten.<\/p>\n<p><strong>Brent und WTI fallen um mehr als 5 Prozent<br \/><\/strong>Die globale Brent-Sorte war am Mittwoch zum ersten Mal seit Ende August unter die 85 Dollar-Marke gefallen, w\u00e4hrend WTI unter die 83 Dollar-Marke rutschte. Beide \u00d6lsorten hatten zur Wochenmitte um mehr als 5 Prozent nachgeben. Das Kursminus von Brent von 5,6 Prozent war zugleich der gr\u00f6\u00dfte Tagesr\u00fcckgang seit Juli 2022.<\/p>\n<p><strong>Benzinnachfrage in den USA bricht ein<\/strong><br \/>\nIm j\u00fcngsten w\u00f6chentlichen Erd\u00f6lbericht hatte die EIA einen Aufbau der Roh\u00f6lvorr\u00e4te, aber einen erheblichen Anstieg der Benzinvorr\u00e4te gemeldet. Diese nahmen in der vergangenen Woche um 6,5 Millionen Barrel zu, was den gr\u00f6\u00dften Zuwachs seit Januar 2022 darstellte. Dem Bericht zufolge soll die Benzinnachfrage in den USA auf acht Millionen Barrel pro Tag eingebrochen sein, doch Experten halten selbst diese Menge noch f\u00fcr eine Untersch\u00e4tzung.<\/p>\n<p><strong>\u00d6lpreise \u00fcber 100 Dollar kontraproduktiv<\/strong><br \/>\nNach einem kr\u00e4ftigen Anstieg im dritten Quartal, bei dem Brent-\u00d6l gegen Ende September die Marke von 95 Dollar pro Barrel \u00fcberschritten hatte, schien es nur noch eine Frage von Tagen bis zu dreistelligen Kursen zu sein. Rohstoffexperten hatte aber bereits zuvor davor gewarnt, dass Preise \u00fcber oder in der N\u00e4he der 100-Dollar-Marke die \u00d6lnachfrage massiv beeinflussen und somit kontraproduktiv f\u00fcr die Absichten der OPEC sein k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Nicht frei von Ironie, erfolgte der R\u00fcckgang der Roh\u00f6lpreise im Gleichschritt mit der Ank\u00fcndigung Saudi-Arabiens und Russlands, dass die freiwilligen Produktionsk\u00fcrzungen bis zum Ende des Jahres beibehalten werden sollen.<\/p>\n<p><strong>Preisrutsch beim \u00d6l mindert Inflationssorgen<\/strong><br \/>\nSofern der Preisverfall anh\u00e4lt, w\u00fcrde er dazu beitragen, den Inflationsdruck zu senken. Die W\u00e4hrungsh\u00fcter der US-Notenbank diskutieren seit der letzten Zinssetzung \u00fcber die Frage, ob sie die Kreditkosten genug angehoben haben. H\u00f6here Zinsen bremsen das wirtschaftliche Wachstum und wirken sich dadurch auf die \u00d6lnachfrage aus. Die monatlichen US-Arbeitsmarktdaten, die heute Nachmittag zur Ver\u00f6ffentlichung anstehen, werden weitere Anhaltspunkte auf den Zustand der US-Konjunktur geben.<\/p>\n<p><strong>Wie geht es an den \u00d6lm\u00e4rkten weiter?<br \/><\/strong>Die weltweiten Roh\u00f6lpreise k\u00f6nnten nach der Entscheidung der OPEC vom Mittwoch, die F\u00f6rderk\u00fcrzungen beizubehalten, auf 100 Dollar pro Barrel steigen, betonte Eirik Waerness, Chef\u00f6konom des norwegischen Energiekonzerns Equinor.<\/p>\n<p>\u201eIch w\u00fcrde nicht ausschlie\u00dfen, dass wir Preise von 100 Dollar pro Barrel erreichen k\u00f6nnen, aber nicht, weil die OPEC das so beabsichtigt. Die OPEC strebt wahrscheinlich einen Preis von weniger als 100 Dollar pro Barrel an, um sicherzustellen, dass die \u00d6lnachfrage nicht zusammenbricht, sagte Waerness am Rande eines Energiegipfels in Houston.<\/p>\n<p>Sinkende Energiepreise bleiben uns auch zum Wochenschluss erst einmal erhalten. Nachdem die Notierungen f\u00fcr Gas\u00f6l, dem Vorprodukt f\u00fcr Diesel und Heiz\u00f6l, in den letzten Tagen von 1.000 US-Dollar auf 850 Dollar je Tonne nachgaben, wirkt sich dieses Minus auch auf die Heiz\u00f6lpreise aus. Verbraucherinnen und Verbraucher im Bundesgebiet m\u00fcssen im Schnitt etwa<strong> -2,10 bis -2,90 Euro<\/strong> pro 100 Liter weniger bezahlen als noch am Donnerstag.<\/p>\n<p>&#013;<br \/>\nSource: Futures-Services<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Roh\u00f6lpreise haben die Talfahrt der letzten Tage fortgesetzt. Sie fielen am Donnerstag um etwa 2 Prozent und weiteten damit die Verluste der vorangegangenen Sitzung aus. Die weltweite Referenz-Roh\u00f6lsorte Brent gab damit in weniger als zehn Tagen um etwa 10 Dollar pro Barrel nach, nachdem sie sich Ende September der 100-Dollar-Marke gen\u00e4hert hatte. 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