{"id":22638,"date":"2023-10-09T07:23:54","date_gmt":"2023-10-09T06:23:54","guid":{"rendered":"https:\/\/greiner-energie.de\/analysten-oelpreise-koennten-auf-50-dollar-rutschen-krieg-in-israel-laesst-heizoel-deutlich-anziehen\/"},"modified":"2023-10-09T07:23:54","modified_gmt":"2023-10-09T06:23:54","slug":"analysten-oelpreise-koennten-auf-50-dollar-rutschen-krieg-in-israel-laesst-heizoel-deutlich-anziehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/greiner-energie.de\/wp\/analysten-oelpreise-koennten-auf-50-dollar-rutschen-krieg-in-israel-laesst-heizoel-deutlich-anziehen\/","title":{"rendered":"Analysten: \u00d6lpreise k\u00f6nnten auf 50 Dollar rutschen \u2013 Krieg in Israel l\u00e4sst Heiz\u00f6l deutlich anziehen"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" width=\"1724\" height=\"1216\" src=\"https:\/\/greiner-energie.de\/wp-content\/uploads\/Oel_Nachfrage-4.jpg\" class=\"webfeedsFeaturedVisual wp-post-image\" alt=\"\" style=\"margin-bottom: 5px;clear:both;max-width: 100%\" \/><\/p>\n<p>Nachdem es noch am Freitag danach ausgesehen hatte, dass die \u00d6lm\u00e4rkte die gr\u00f6\u00dften Turbulenzen erst einmal hinter sich haben k\u00f6nnten, stellt sich die aktuelle Lage zu Wochenbeginn v\u00f6llig anders dar. Durch den \u00fcberraschenden \u00dcberfall der radikal-islamischen Terrororganisation Hamas, macht sich an den \u00d6lm\u00e4rkten wieder Nervosit\u00e4t breit. Nach Einsch\u00e4tzung von Experten wird vor allem die Dauer des Krieges und eine m\u00f6gliche territoriale Ausweitung dar\u00fcber entscheiden, wie stark die \u00d6lpreise wieder nach oben steigen.<\/p>\n<p>Neben diesen hoffentlich nur kurzfristigen Auswirkungen auf die \u00d6lpreise, gibt es mittel- und langfristige Einsch\u00e4tzungen f\u00fcr den \u00d6lmarkt, die Verbraucherinnen und Verbrauchern Hoffnung machen sollten. Denn Fakt ist, dass die \u00d6lm\u00e4rkte vor dem Angriff auf Israel die st\u00e4rksten Wochenverluste seit M\u00e4rz dieses Jahres verbuchten. Auf Wochensicht verzeichnete die Atlantiksorte Brent einen R\u00fcckgang von etwa 11 Prozent und nordamerikanisches WTI-\u00d6l ein Minus von mehr als 8 Prozent.<\/p>\n<p><strong>\u00d6lpreise k\u00f6nnten auf bis zu 50 Dollar pro Barrel sinken<\/strong><br \/>\nDen betr\u00e4chtlichen Kursrutsch innerhalb von nur wenigen Tagen halten nicht wenige Rohstoffexperten f\u00fcr \u00fcberzogen. Wenn es aber nach den Analysten von Rystad Energy, einem renommierten norwegischen Energie-Beratungsunternehmen, geht, werden die \u00d6lpreise in Zukunft sogar noch wesentlich weiter zur\u00fcckgehen. Den Experten zufolge wird das Wachstum der \u00d6lnachfrage bald seinen H\u00f6hepunkt erreichen und die Preise nach unten dr\u00fccken. Sie sagen einen R\u00fcckgang der Roh\u00f6lsorte Brent auf etwa 60 Dollar pro Barrel (a 159 Liter) im Jahr 2027 voraus.<\/p>\n<p>Angesichts der j\u00fcngsten Prognosen von Wall-Street-Analysten, die f\u00fcr die n\u00e4chsten zwei Jahre einen Preis von bis zu 150 Dollar pro Barrel prognostizieren, sind diese Aussichten eine beruhigende Botschaft. Die langfristige Prognose von Rystad geht davon aus, dass die Preise im n\u00e4chsten Jahr einen H\u00f6chststand von 91 Dollar pro Barrel erreichen werden, bevor sie auf bis zu 50 Dollar sinken um sich danach im Bereich von 60 Dollar einzupendeln..<\/p>\n<p><strong>Reichliches Angebot\u2026\u00a0<\/strong><br \/>\n\u201eDie Nachfrage erreicht ihren H\u00f6hepunkt\u201c, sagte Claudio Galimberti, Leiter des Bereichs North America Research bei Rystad gegen\u00fcber Reuters. \u201eWir gehen davon aus, dass die Preise in den n\u00e4chsten drei bis vier Jahren zur\u00fcckgehen werden, vor allem aufgrund des reichlichen Angebots.\u201c Das reichliche Angebot, so Galimberti, wird aus den Vereinigten Staaten kommen, auch wenn die Schiefer\u00f6lindustrie keine unmittelbaren Pl\u00e4ne f\u00fcr ein signifikantes Produktionswachstum hat.<\/p>\n<p><strong>\u2026trifft auf sinkende Nachfrage<\/strong><br \/>\nGalimberti zufolge wird sich das Wachstum der \u00d6lnachfrage in diesem Jahr auf 2,4 Millionen Barrel pro Tag gegen\u00fcber 3,7 Millionen Barrel pro Tag im letzten Jahr verlangsamen und 2025 auf 1,2 Millionen Barrel pro Tag und 2026 auf nur noch eine halbe Million Barrel pro Tag zur\u00fcckgehen.<\/p>\n<p><strong>US-Schiefer\u00f6l wird Preise dr\u00fccken<\/strong><br \/>\nBis 2027, so der Rystad-Analyst, wird die Schiefer\u00f6lproduktion in den USA auf 15 Millionen Barrel pro Tag ansteigen und damit f\u00fcr ein ausreichendes Angebot sorgen, das die Preise in Schach halten d\u00fcrfte. Seiner Meinung nach k\u00f6nnte die Schiefer\u00f6lf\u00f6rderung in den USA jedoch noch weiter zulegen. Und zwar auf bis zu 18 Millionen Barrel pro Tag, wenn die \u00d6lpreise dank der Politik der OPEC l\u00e4nger auf einem hohen Niveau bleiben w\u00fcrden.<\/p>\n<p><strong>Verbesserte Bohreffizienz kompensiert Schwund an Bohranlagen<\/strong><br \/>\nRystad erwartet kurzfristig ein moderates Wachstum in der US-Schieferindustrie mit 60 bis 70 neuen Bohranlagen bis zum n\u00e4chsten Jahr, was die Gesamtzahl auf 634 Anlagen erh\u00f6hen w\u00fcrde. Das w\u00e4ren gegen\u00fcber dem H\u00f6chststand zwar 70 Anlagen weniger. Das Wachstum der Schieferindustrie in den USA wird Experten zufolge jedoch weniger auf der schieren Zahl der Analgen als vielmehr auf Verbesserungen der Bohreffizienz basieren.<\/p>\n<p>Dem Ernst der Lage in Israel entsprechend, ziehen die \u00d6lpreise am Montag im fr\u00fchen Handel deutlich an. Die Preise f\u00fcr Gas\u00f6l, dem Vorprodukt f\u00fcr Diesel und Heiz\u00f6l, notieren aktuell wieder \u00fcber der Marke von 900 US-Dollar je Tonne, nachdem sie am Freitag zu Handelsende bei 868 Dollar lagen. Verbraucherinnen und Verbraucher im Bundesgebiet m\u00fcssen im Schnitt etwa<strong> +3,70 bis +4,50 Euro<\/strong> pro 100 Liter mehr bezahlen als noch zur Wochenschluss.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>&#013;<br \/>\nSource: Futures-Services<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachdem es noch am Freitag danach ausgesehen hatte, dass die \u00d6lm\u00e4rkte die gr\u00f6\u00dften Turbulenzen erst einmal hinter sich haben k\u00f6nnten, stellt sich die aktuelle Lage zu Wochenbeginn v\u00f6llig anders dar. Durch den \u00fcberraschenden \u00dcberfall der radikal-islamischen Terrororganisation Hamas, macht sich an den \u00d6lm\u00e4rkten wieder Nervosit\u00e4t breit. 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