{"id":22937,"date":"2024-02-09T08:05:57","date_gmt":"2024-02-09T07:05:57","guid":{"rendered":"https:\/\/greiner-energie.de\/chinas-wirtschaft-im-abwaertsstrudel-indien-wird-oelnachfrage-dominieren-heizoel-legt-weiter-zu\/"},"modified":"2024-02-09T08:05:57","modified_gmt":"2024-02-09T07:05:57","slug":"chinas-wirtschaft-im-abwaertsstrudel-indien-wird-oelnachfrage-dominieren-heizoel-legt-weiter-zu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/greiner-energie.de\/wp\/chinas-wirtschaft-im-abwaertsstrudel-indien-wird-oelnachfrage-dominieren-heizoel-legt-weiter-zu\/","title":{"rendered":"Chinas Wirtschaft im Abw\u00e4rtsstrudel \u2013 Indien wird \u00d6lnachfrage dominieren \u2013 Heiz\u00f6l legt weiter zu"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" width=\"1291\" height=\"864\" src=\"https:\/\/greiner-energie.de\/wp-content\/uploads\/China_Krise_Wachstum-12.jpg\" class=\"webfeedsFeaturedVisual wp-post-image\" alt=\"\" style=\"margin-bottom: 5px;clear:both;max-width: 100%\" \/><\/p>\n<p>Noch beim Start ins Jahr 2024 hatten Analysten und H\u00e4ndler vor allem der Zustand der chinesischen Wirtschaft genannt, der dar\u00fcber entscheiden w\u00fcrde, wohin die Preise an den \u00d6lm\u00e4rkten in den kommenden zw\u00f6lf Monaten tendieren werden. Die zuletzt schon stark gestiegenen Zweifel \u00fcber die konjunkturelle Entwicklung im Reich der Mitte haben gestern neue Nahrung erhalten.<\/p>\n<p><strong>Verbraucherpreise -0,8% \u2013 gr\u00f6\u00dftes Minus seit 2009<\/strong><br \/>\nLaut dem Nationalen Statistikamt in Peking sanken die Verbraucherpreise im Reich der Mitte im Januar im Vergleich zum Vorjahresmonat deutlich. Die Statistiker errechneten ein Minus von 0,8%. Einen \u00e4hnlich starken R\u00fcckgang hatte es zuletzt vor rund 15 Jahren zur Zeit der damaligen weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise gegeben.<\/p>\n<p><strong>16. Monat in Folge \u2013 Erzeugerpreise fallen weiter<\/strong><br \/>\nAuch die Erzeugerpreise, die im vergangenen Jahr in jedem einzelnen Monat gesunken waren, gingen im Januar um 2,5% zur\u00fcck \u2013 den 16. Monat in Folge. Die Unternehmen mussten ihre Preise weiter verbilligen, um \u00fcberhaupt K\u00e4ufer zu finden.<\/p>\n<p><strong>Risiko anhaltender Schw\u00e4chephase steigt<\/strong><br \/>\nDamit scheint sich das Problem immer weiter sinkender Preise beim weltweit gr\u00f6\u00dften \u00d6limporteur zu versch\u00e4rfen. Die sich vertiefende wirtschaftliche Malaise bringt zunehmend Probleme f\u00fcr die Weltwirtschaft mit sich. Zur\u00fcckgehende Ausgaben in China bedeuten eine schw\u00e4chere Nachfrage nach den Exporten anderer L\u00e4nder, was das Wachstum beeintr\u00e4chtigt und die \u00d6lnachfrage bremst.<\/p>\n<p>Denn die Daten vom Donnerstag zeigen, dass sich die Deflation als sch\u00e4dlicher erweist, als viele \u00d6konomen gehofft hatten. Sie erh\u00f6hen das Risiko, dass China in eine l\u00e4ngerfristige Phase fallender Preise abrutscht, die umso schwieriger umzukehren ist, je l\u00e4nger sie andauert.<\/p>\n<p><strong>Peking agiert vorsichtiger als in fr\u00fcheren Krisen<\/strong><br \/>\nChina hat schon fr\u00fcher Phasen fallender Verbraucherpreise erlebt, insbesondere 1998, als Asien von einer Finanzkrise heimgesucht wurde, und 2009 im Gefolge der Subprime-Hypothekenkrise in den USA, die weltweit Bankenrettungen ausl\u00f6ste. In beiden F\u00e4llen reagierte Chinas Politik energisch und flutete die Wirtschaft mit billigem Geld, indem sie die Zinss\u00e4tze senkte und billige Kredite verteilte. Wachstum und Inflation kehrten bald zur\u00fcck.<\/p>\n<p><strong>Immobiliensektor f\u00e4llt als wirtschaftliche Zugmaschine aus<\/strong><br \/>\nDoch mit der Ankurbelung des Wachstums schufen sie eine Immobilienblase, die Staatsf\u00fchrer Xi Jinping nun unbedingt platzen lassen will, bzw. platzen lasen muss. Der j\u00fcngste Einbruch des Immobilienmarktes folgt auf das harte Durchgreifen Pekings gegen die hohe Verschuldung der Bautr\u00e4ger, die auf nahezu unbegrenztes Wachstum gesetzt hatten.<\/p>\n<p>Wie aus dem j\u00fcngsten Bericht des Internationalen W\u00e4hrungsfonds (IWF) \u00fcber China hervorgeht, wird die Nachfrage nach neuen Wohnungen im Reich der Mitte in den n\u00e4chsten zehn Jahren um etwa 50% zur\u00fcckgehen. Dadurch wird es f\u00fcr Peking nahezu unm\u00f6glich, das Gesamtwachstum des Landes zu steigern. Der chinesische Immobiliensektor und die damit verbundene Industrie machen etwa ein Viertel des Bruttoinlandsprodukts des Landes aus.<\/p>\n<p><strong>Indien wird China bei der \u00d6lnachfrage \u00fcberholen<\/strong><br \/>\nNachdem China jahrzehntelang der wichtigste Motor f\u00fcr die \u00d6lnachfrage war, wird das Wachstum k\u00fcnftig von anderen Schwellenl\u00e4ndern in Asien bestimmt werden. Die n\u00e4chsten Jahre werden nach Einsch\u00e4tzungen von Analysten gro\u00dfe Verschiebungen an den \u00d6lm\u00e4rkten mit sich bringen. Sie erwarten, dass Indien in den n\u00e4chsten 20 Jahren die wichtigste Region f\u00fcr das Nachfragewachstum sein wird.<\/p>\n<p><strong>Heiz\u00f6lpreise reagieren mit Aufschl\u00e4gen\u00a0<\/strong><br \/>\nNachdem die Notierungen f\u00fcr Gas\u00f6l, dem Vorprodukt f\u00fcr Diesel und Heiz\u00f6l, gestern kr\u00e4ftig nach oben kletterten, m\u00fcssen Verbraucherinnen und Verbraucher im Bundesgebiet je nach Region etwa<strong> +1,20 bis +1,90 Euro<\/strong> pro 100 Liter mehr bezahlen als noch am Donnerstag.<\/p>\n<p>&#013;<br \/>\nSource: Futures-Services<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Noch beim Start ins Jahr 2024 hatten Analysten und H\u00e4ndler vor allem der Zustand der chinesischen Wirtschaft genannt, der dar\u00fcber entscheiden w\u00fcrde, wohin die Preise an den \u00d6lm\u00e4rkten in den kommenden zw\u00f6lf Monaten tendieren werden. 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