{"id":22958,"date":"2024-02-20T08:11:38","date_gmt":"2024-02-20T07:11:38","guid":{"rendered":"https:\/\/greiner-energie.de\/erdgaspreise-rutschen-weiter-ab-diw-fordert-ausbaustopp-fuer-lng-heizoelpreise-ziehen-weiter-an\/"},"modified":"2024-02-20T08:11:38","modified_gmt":"2024-02-20T07:11:38","slug":"erdgaspreise-rutschen-weiter-ab-diw-fordert-ausbaustopp-fuer-lng-heizoelpreise-ziehen-weiter-an","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/greiner-energie.de\/wp\/erdgaspreise-rutschen-weiter-ab-diw-fordert-ausbaustopp-fuer-lng-heizoelpreise-ziehen-weiter-an\/","title":{"rendered":"Erdgaspreise rutschen weiter ab \u2013 DIW fordert Ausbaustopp f\u00fcr LNG \u2013 Heiz\u00f6lpreise ziehen weiter an"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" width=\"1000\" height=\"667\" src=\"https:\/\/greiner-energie.de\/wp-content\/uploads\/Flamme_Gasbrenner-4.jpg\" class=\"webfeedsFeaturedVisual wp-post-image\" alt=\"\" style=\"margin-bottom: 5px;clear:both;max-width: 100%\" \/><\/p>\n<p>W\u00e4hrend in den deutschen Vorg\u00e4rten die ersten Fr\u00fchlingsboten aus dem Winterschlaf erwachen, ziehen Meteorologen erste Bilanzen zum aktuell noch herrschenden Winter. Dieser ist ihrer Meinung nach bislang im Vergleich mit dem langj\u00e4hrigen Mittel viel zu warm und viel zu nass ausgefallen. F\u00fcr die Verbraucher von Heiz\u00f6l und Erdgas war es ein vergleichsweise g\u00fcnstiger Winter.<\/p>\n<p><strong>Erdgaspreise setzen Abw\u00e4rtstrend fort<\/strong><br \/>\nErst gestern sind die Erdgaspreise einmal mehr um nahezu 5% abgerutscht. Mit weniger als 24 Euro pro Megawattstunde lagen sie um mehr als die H\u00e4lfte unterhalb des Niveaus des Vorjahresmonats. Im Februar 2023 hatte der Erdgaspreis knapp unter 60 Euro gelegen. Angesichts der Tatsache, dass die Speicherbest\u00e4nde in der Europ\u00e4ischen Union mit 65,4% derzeit noch \u00fcber dem Durchschnitt liegen, h\u00e4lt das Deutsche Wirtschaftsinstitut (DIW) den geplanten Ausbau der LNG-Infrastruktur nicht l\u00e4nger f\u00fcr notwendig<\/p>\n<p><strong>Keine Gasmangellage im Winter 2023\/24<\/strong><br \/>\nIn seiner gestern ver\u00f6ffentlichten Publikation verweist das Institut darauf, dass sich zwei Jahre nach Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine die Erdgasm\u00e4rkte in Deutschland stabilisiert h\u00e4tten. Trotz der gesunkenen Importe aus Russland sei auch im Winter 2023\/24 weder die Versorgung gef\u00e4hrdet noch die Speicher unzureichend bef\u00fcllt gewesen. Eine Gasmangellage, mit der der beschleunigte Ausbau von Fl\u00fcssigerdgas (LNG)-Infrastruktur seit dem Sommer 2022 gerechtfertigt wird, habe zu keinem Zeitpunkt bestanden<\/p>\n<p>Angesichts zu erwartender r\u00fcckl\u00e4ufiger Erdgasverbr\u00e4uche in Deutschland und der Stabilisierung der Versorgung scheint den Verfassern des Reports angebracht, die im LNG-Beschleunigungsgesetz angedachten Vorhabenstandorte auf den Pr\u00fcfstand zu stellen. Dabei sollte die Bundesregierung von der Entwicklung landseitiger LNG-Terminals absehen und die schwimmenden Regasifizierungsanlagen neu bewerten. Aus Klimaschutzperspektive sei weiterhin Energieeffizienz und proaktives Gassparen wichtig.<\/p>\n<p><strong>Marktsituation in Deutschland und Europa normalisiert<\/strong><br \/>\nDie Kombination aus weiterhin r\u00fcckl\u00e4ufiger Gasnachfrage, diversifiziertem Angebot und umfangreichen Speicherkapazit\u00e4ten sorgte nach Einsch\u00e4tzung des DIW daf\u00fcr, dass sich die Gasversorgung in Deutschland auch im Winter 2023\/24 entspannte. Der Erdgasverbrauch in Deutschland sei 2023 gegen\u00fcber dem Vorjahr weiter leicht gesunken und liege erheblich unter dem Durchschnitt der Jahre 2018 bis 2021.<\/p>\n<p>Ein deutlicher Indikator f\u00fcr die Entspannung auf den M\u00e4rkten sieht das DIW in den sinkenden Erdgaspreisen. Diese seien in Deutschland und europaweit seit Ende 2022 stark r\u00fcckl\u00e4ufig und h\u00e4tten sich inzwischen in der Gr\u00f6\u00dfenordnung der Vorkriegsphase eingependelt.<\/p>\n<p><strong>F\u00fcllst\u00e4nde bis zum n\u00e4chsten Winter wieder nahe 100%<\/strong><br \/>\nDie aktuellen F\u00fcllst\u00e4nde reichten zudem aus, um in den m\u00f6glicherweise sehr kalten Monaten Februar und M\u00e4rz 2024 sowohl Deutschland als auch Osteuropa ausreichend zu versorgen. Daher ist nach Einsch\u00e4tzung des DIW zu erwarten, dass die Kapazit\u00e4ten zum Winterbeginn 2024\/25 wieder komplett aufgef\u00fcllt werden k\u00f6nnen. Der Verband der Betreiber von Gas- und Wasserstoffspeichern INES best\u00e4tigt in einem Update vom 16. Januar 2024 ebenfalls, dass eine Gasmangellage auch bei extremer K\u00e4lte nicht absehbar ist und die Gasspeicher bis zum n\u00e4chsten Winter wieder vollst\u00e4ndig gef\u00fcllt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Ein \u00e4hnliches Bild zeigt sich bei den bestehenden Importkapazit\u00e4ten f\u00fcr LNG. Trotz konstant hoher Speicherf\u00fcllst\u00e4nde \u00fcber das Jahr 2023 hinweg wurden nur etwa zwei Drittel der Ende Januar 2024 bestehenden zentraleurop\u00e4ischen Kapazit\u00e4ten in Anspruch genommen, in Deutschland betrug die Auslastung etwa 50 Prozent.<\/p>\n<p><strong>Fazit: LNG-Infrastrukturausbau ist nicht erforderlich<\/strong><br \/>\nVor diesem Hintergrund zeigen sich die Autorinnen der Publikation in ihrem Fazit davon \u00fcberzeugt, dass ein \u00fcberdimensionierter LNG-Infrastrukturausbau nicht erforderlich sei, um eine potenzielle Gasmangellage zu vermeiden und er sollte daher nicht weiterverfolgt werden.<\/p>\n<p><strong>Heiz\u00f6lpreise reagieren mit Aufschl\u00e4gen\u00a0<\/strong><br \/>\nNachdem die Notierungen f\u00fcr Gas\u00f6l, dem Vorprodukt f\u00fcr Diesel und Heiz\u00f6l, gestern weiter nach oben kletterten, m\u00fcssen Verbraucherinnen und Verbraucher im Bundesgebiet je nach Region etwa<strong> +0,75 bis +1,25 Euro<\/strong> pro 100 Liter mehr bezahlen als noch zum Wochenauftakt.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>&#013;<br \/>\nSource: Futures-Services<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>W\u00e4hrend in den deutschen Vorg\u00e4rten die ersten Fr\u00fchlingsboten aus dem Winterschlaf erwachen, ziehen Meteorologen erste Bilanzen zum aktuell noch herrschenden Winter. 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