{"id":24688,"date":"2026-01-08T10:31:07","date_gmt":"2026-01-08T09:31:07","guid":{"rendered":"https:\/\/greiner-energie.de\/us-oelbestandsdaten-haben-kaum-wirkung-auf-oelboersen-heizoel-tendenziell-guenstiger\/"},"modified":"2026-01-08T10:31:07","modified_gmt":"2026-01-08T09:31:07","slug":"us-oelbestandsdaten-haben-kaum-wirkung-auf-oelboersen-heizoel-tendenziell-guenstiger","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/greiner-energie.de\/wp\/us-oelbestandsdaten-haben-kaum-wirkung-auf-oelboersen-heizoel-tendenziell-guenstiger\/","title":{"rendered":"US-\u00d6lbestandsdaten haben kaum Wirkung auf \u00d6lb\u00f6rsen \u2013 Heiz\u00f6l tendenziell g\u00fcnstiger"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" width=\"1000\" height=\"628\" src=\"https:\/\/greiner-energie.de\/wp-content\/uploads\/oil-gas-refinery-industry-plant-with-glitter-lighting-sunrise-morning.jpg\" class=\"webfeedsFeaturedVisual wp-post-image\" alt=\"\" style=\"margin-bottom: 5px;clear:both;max-width: 100%\" \/><\/p>\n<p>Die \u00d6lwelt blickt aktuell vor allem auf\u00a0 Venezuela, da die US-Bestrebungen nach mehr Kontrolle die globalen \u00d6lm\u00e4rkte nachhaltig ver\u00e4ndern k\u00f6nnten. Dar\u00fcber geraten andere wichtige Marktfaktoren, wie etwa die w\u00f6chentlichen Bestandsmeldungen aus den USA, etwas ins Hintertreffen. So hatten die gestrigen Daten des US-Energieministeriums (DOE) nur wenig Einfluss auf die \u00d6lb\u00f6rsen, was aber auch an den gemischten Impulsen lag, die die Bestandsdaten lieferten.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>Roh\u00f6lbest\u00e4nde in den USA gesunken<\/strong><br \/>\nDas DOE meldete f\u00fcr die Silvesterwoche einen R\u00fcckgang der amerikanischen Roh\u00f6lbest\u00e4nde um -3,8 Millionen Barrel (\u00e0 159 Liter). Sch\u00e4tzungen hatten im Vorfeld gerade mal mit einem Drittel dieses Abbaus gerechnet. Wenn die Vorr\u00e4te eines derart gro\u00dfen \u00d6lverbrauchers wie den USA so deutlich sinken, entsteht ein preissteigernder Impuls an den B\u00f6rsen, da der R\u00fcckgang auf eine Versorgungsknappheit hindeuten kann.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>Zentrallager meldet aber Aufbauten<\/strong><br \/>\nDies w\u00e4re in der aktuellen Marktlage allerdings tats\u00e4chlich erstaunlich, denn weltweit ist der \u00d6lmarkt zur Zeit eigentlich eher \u00fcberversorgt. Und auch das l\u00e4sst sich aus den aktuellen DOE-Daten herauslesen, denn die Vorr\u00e4te im riesigen Zentrallager der USA in Cushing (Oklahoma) sind in der Berichtswoche nicht etwa gesunken, sondern um +700.000 Barrel gestiegen.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>Raffinerienachfrage beg\u00fcnstigt Roh\u00f6labbauten<\/strong><br \/>\nDer R\u00fcckgang bei den Gesamt-Roh\u00f6lbest\u00e4nden erkl\u00e4rt sich eher durch die robuste Raffinerienachfrage, denn wie schon in der Vorwoche lag die Auslastung aller amerikanischen Verarbeitungsanlagen bei saisonal sehr starken 94,7 Prozent. Zum Vergleich: Im Vorjahr lag sie nur bei 93,3 Prozent. Je h\u00f6her die Raffinerieverarbeitung, desto mehr Roh\u00f6l wird gebraucht.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>Produktvorr\u00e4te schwellen an \u2013 Nachfrage bleibt schwach<\/strong><br \/>\nDie starke Raffinerieverarbeitung hat in der Berichtswoche zudem dazu gef\u00fchrt, dass die Vorr\u00e4te an wichtigen Produkten wie Benzin und Destillaten stark angeschwollen sind (+7,7 Mio. Barrel und +5,6 Mio. Barrel). Die Nachfrage nach diesen Produkten bleibt in den USA aktuell aber hinter den Erwartungen zur\u00fcck und sendet somit \u2013 gemeinsam mit den starken Aufbauten \u2013 einen eher preissenkenden Impuls an den Markt.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>Anleger reagieren gelassen auf widerspr\u00fcchliche Impulse<\/strong><br \/>\nDie US-Bestandsdaten des DOE f\u00fcr die Silvesterwoche waren dieses Mal also eher eine gemischte T\u00fcte. W\u00e4hrend die Roh\u00f6labbauten tendenziell f\u00fcr steigende Preise sprachen, sorgten die Aufbauten bei den Produkten bei gleichzeitig sinkender Inlandsnachfrage eher f\u00fcr einen preissenkenden Impuls. An den \u00d6lb\u00f6rsen fiel die Reaktion damit gestern gr\u00f6\u00dftenteils verhalten aus.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>Roh\u00f6lb\u00f6rsen geben weiter nach<\/strong><br \/>\nDennoch gaben die b\u00f6rsengehandelten Roh\u00f6lpreise gestern im Laufe des Tages weiter nach, was allerdings eher an der Situation in Venezuela lag. Hier scheint alles darauf hinzudeuten, dass die USA die Kontrolle \u00fcber die \u00d6lwirtschaft anstreben und damit \u00fcber kurz oder lang noch mehr \u00d6l auf den ohnehin schon \u00fcberversorgten Markt gelangen d\u00fcrfte.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>Heiz\u00f6lpreise tendenziell etwas g\u00fcnstiger<\/strong><br \/>\nBei den Inlandspreisen im Bundesgebiet ergeben sich damit im Vergleich zu gestern Vormittag zumindest leichte Preisabschl\u00e4ge. Je nach Region zahlen Verbraucherinnen und Verbraucher damit zwischen <strong>+0,15 bis -0,25 Euro pro 100 Liter<\/strong> im Vergleich zu Mittwoch.<\/p>\n<p>&#013;<br \/>\nSource: Futures-Services<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die \u00d6lwelt blickt aktuell vor allem auf\u00a0 Venezuela, da die US-Bestrebungen nach mehr Kontrolle die globalen \u00d6lm\u00e4rkte nachhaltig ver\u00e4ndern k\u00f6nnten. 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